Global Commissioning

Inbetriebnahmen weltweit

Turmbau zu Babel?

Damals in Babylon gab es eines der ersten Großprojekte, davon wird berichtet in Gen 11,1-9. Das Projekt kam zum Abbruch aufgrund einer Sprachverwirrung, wie in der biblischen Erzählung berichtet. In der Genesis wird ausgeführt, daß es ursprünglich bis zum Turmbau auf der Welt nur eine Sprache gab. Wir glauben das jetzt einmal nicht und meinen: jenseits von Euphrat und Tigris gab es Griechen und Römer, Assyrer und viele andere Völker, wobei jedes Volk seine eigene Sprache hatte.

Und so ist der Zusammenbruch des Großprojekts modern erklärt: Aufgrund der Größe des Projekts wurden Arbeiter aus etlichen Ländern herangezogen; die verschiedenen Sprachen der Menschen führten zum Zusammenbruch der Kommunikation und das Projekt endete im Chaos.

Würde so etwas heute auch noch passieren können? Starten wir einen Vergleich.

In den letzten acht Jahren hatte ich Projekte in Mexico, in China und in der Türkei.  Die Kollegen waren aus Brasilien, Mexico, USA, China, Indien, England, der Slowakei und natürlich auch aus Deutschland.

z.B. Mexico: Hier ist es noch relativ einfach, sich zu verständigen. Manche Mexikaner sprechen auch Englisch, notfalls muß man sich auf Spanisch verständigen. Für einen Deutschen, der Französisch und Latein in der Schule hatte ist das auch nicht allzu schwer, aber man verständigt sich schon sehr holprig. Einige Kollegen kommen jedoch aus Brasilien, in unserem Falle meist Softwarespezialisten und Anlagen Inbetriebnehmer. Hier wird es dann schwieriger, denn ihre Muttersprache ist Portugiesisch und nur entfernt dem Spanischen ähnlich.

z.B. China: In China war ich in verschiedenen Projekten in Summe nun schon fast zwei Jahre. Hier hängt viel davon ab, wo sich das Projekt befindet. Ist es in Shanghai oder Peking kommt man um Einiges besser zurecht als in Yantai oder Liuzhou, wo sich die Wuling-Werke befinden (Automotive). Man sieht es an den Speisekarten im Restaurant: In den großen Städten sind sie mehrsprachig (natürlich Englisch) und bebildert, in den Kleinstädten (unter 10 Millionen) gibt es nur eine Liste, auf der man ankreuzt, was man essen möchte.

Im Projekt, wenn so etwa 30 Chinesen für die Aufstellung der Anlagen zuständig sind, sprechen höchstens 2 gebrochen Englisch, und von denen in meinem Team (5) ist einer dabei, mit dem man sich auf Englisch verständigen kann. Bei den anderen führt es sehr schnell zu Missverständnissen, wenn man mit ihnen auf Englisch kommuniziert.

Nun ist die Frage: Wie verhindert man Stagnation im Projekt aufgrund von „Sprachverwirrung“?

Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Abgesehen davon, daß man sich unter Fachleuten mit technischen Zeichnungen, Schaltplänen und der Projektsoftware gut austauschen kann gibt es im Handy (mobile phone) verschiedene Apps, die Übersetzungen unterstützen. Wenn man so etwas nutzt wie WhatsApp oder WeChat kann man seinem Gegenüber einen Text schicken und er kann diesen mit dem eingebauten Übersetzer bearbeiten und in seiner Sprache angezeigt bekommen. Die Apps haben oft Kamerafunktionen, damit nimmt man z.B.  eine Speisekarte auf und man weiß, was es zu essen gibt (aber Vorsicht: ich hatte auch schon einmal gegrillte Hühnerkrallen und Schweinebauch, die Übersetzung war nicht so ganz akkurat)

Also, wie isses? Im Gegensatz zum Altertum kommen wir heute sehr gut klar bei internationalen Projekten. Uns hilft unsere eigene gute Ausbildung, unsere Erfahrung und besonders helfen uns die zahlreichen Hilfsmittel die in unserem Handy stecken und auf die wir überall zugreifen können solange wir ein Netz haben.

 

 

 

Tower of Babel?

At that time in Babylon there was one of the first major projects, of which is reported in Gen 11,1-9. The project was cancelled due to a confusion of language, as reported in the biblical story. In Genesis it is stated that originally there was only one language in the world until the construction of the tower was started. We do not believe this now and think that beyond the Euphrates and Tigris there were Greeks and Romans, Assyrians and many other peoples, each people having its own language.

And so the collapse of the large-scale project is explained in a modern way: due to the size of the project, workers from a number of countries were called in; the different languages of the people led to the breakdown of communication and the project ended in chaos.

Would something like this still be possible today? Let's start a comparison.

For the last eight years I have had projects in Mexico, China and Turkey.  The colleagues were from Brazil, Mexico, USA, China, India, England, Slovakia and of course also from Germany.

e.g. Mexico: Here it is still relatively easy to communicate. Some Mexicans also speak English, if necessary you have to communicate in Spanish. It's not too hard for a German who had French and Latin at school, but it's very bumpy. However, some colleagues come from Brazil, in our case mostly software specialists and plant commissioning companies. Here it becomes more difficult, because her mother tongue is Portuguese and only remotely similar to Spanish.

e.g. China: In China I have been in various projects in total for almost two years now. Much depends on where the project is located. If it is in Shanghai or Beijing you can cope much better than in Yantai or Liuzhou, where the Wuling plants are located (Automotive). You can see it on the menus in the restaurant: in the big cities they are multilingual (of course English) and illustrated, in the small towns (under 10 million) there is only one list on which you can tick what you want to eat.

In the project, when about 30 Chinese are responsible for the installation of the facilities, a only some of them speak broken English. For the others, communicating with them in English very quickly leads to misunderstandings.

Now the question is: How to prevent stagnation in the project due to "language confusion"?

There are several possibilities. Apart from the fact that you can exchange well among experts with technical drawings, schematics and the project software, there are various apps in the mobile phone that support translations. If you use something like WhatsApp or WeChat, you can send a text to your counterpart and you can edit it with the built-in translator and get it displayed in his language. The apps often have camera functions, so you can take  a menu on and you know what to eat (but beware: I've had grilled chicken claws and pork belly before, the translation wasn't quite accurate)

So, how is it going on? In contrast to antiquity, we are very clear about international projects today. Our own good education, our experience and especially the numerous tools that are in our mobile phone and which we can access everywhere as long as we have a network help us.